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  • Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
    • Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in der Stadt Ingolstadt im Jahr 2016 nach Geschlecht
    • Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Städtevergleich (2019)
  • Rentenzahlungen in Ingolstadt im Jahr 2019

Grundsicherung im Alter

Bildung und Soziales

Analyse der Empfänger/-innen von Grundsicherung im Alter bzw. bei Erwerbsminderung und Rentenzahlungen in der Stadt Ingolstadt bis 2019

Autor/-in

Ulrich Kraus

Veröffentlichungsdatum

1. November 2020

Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Grafik: Übersicht von Sozialen Transfer- und Sozialversicherungsleistungen, soziale Mindestsicherung

Grafik: Stadt Ingolstadt, Statistik und Stadtforschung

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine eigenständige Sozialleistung (nach SGB XII) aus dem Bereich der sozialen Mindestsicherung. Nach Prüfung der Bedürftigkeit steht sie älteren (nach Eintritt des Rentenalters) bzw. dauerhaft voll erwerbsgeminderten Menschen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts zu. Diese Sozialhilfeleistung soll auch die „verschämte Armut im Alter“ verhindern. Niedrige Renten werden damit auf das Niveau der Grundsicherung aufgestockt. Eine Unterhaltspflicht für Kinder bzw. Eltern der Leistungsempfänger besteht erst ab einem jährlichen Einkommen von mehr als 100.000 Euro.

Tabelle zu Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in der Stadt Ingolstadt

Im Jahr 2019 erhielten in Ingolstadt wesentlich mehr Frauen als Männer Grundsicherung im Alter. Die Zahl der männlichen Leistungsempfänger hat aber seit 2009 wesentlich stärker zugenommen. Unter den  Empfängern der Grundsicherung bei Erwerbsminderung sind mehr Männer als Frauen. Die Zahl der dauerhaft voll erwerbsgeminderten Personen ist seit 2009 auf 744 angestiegen (+63%). Nach Einschätzung des Bundesarbeitsministeriums, das seit dem Jahr 2014 die Kosten für die Grundsicherung im  Alter und bei Erwerbsminderung ganz übernommen hat, wird  die Zahl der Leistungsempfänger in Deutschland in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Gründe dafür sind u.a. fehlende Rentenbeitragszeiten, Arbeitslosigkeit, längere Verweilzeiten in Grundsicherung nach SGB II oder Beschäftigung im Niedriglohnbereich. Ein wesentlicher Grund ist vor allem auch die demografische Entwicklung (die Altersgruppe der über 65-jährigen nimmt insgesamt stark zu).

Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in der Stadt Ingolstadt im Jahr 2016 nach Geschlecht

Diagramm Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in der Stadt Ingolstadt im Jahr 2016 nach Geschlecht

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Werte gerundet // Grafiken: Statistik und Stadtforschung

Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Städtevergleich (2019)

Diagramm Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung im Städtevergleich (2019)

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Werte gerundet // Grafiken: Statistik und Stadtforschung

Rentenzahlungen in Ingolstadt im Jahr 2019

Diagramm Durchschnittliche monatliche Rentenzahlungen in Euro am Wohnort Ingolstadt im Jahr 2019 nach Altersgruppen

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Werte gerundet // Grafiken: Statistik und Stadtforschung

Bei den Rentenbezügen gibt es in allen Altersgruppen große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Rentenansprüche sind insgesamt in der längerfristigen Betrachtung eher rückläufig, zuletzt aber auf einem stabilen Niveau.  Im Mittel bekommen Ingolstädter Frauen derzeit 931 Euro Rente, Männer 1 213 Euro. Zum Jahresende 2019 wohnten in Ingolstadt rund 25 000 Rentnerinnen und Rentner im Alter ab 60 Jahren.