Unsere Stadtbezirke Teil XI - Friedrichshofen-Hollerstauden
Dieser Bericht gibt einen kurzen statistischen Einblick in den Stadtbezirk 11 - Friedrichshofen-Hollerstauden.
Klein aber fein
Mit einer Fläche von knapp 500 Hektar ist der Stadtbezirk Friedrichshofen-Hollerstauden der kleinste Stadtbezirk Ingolstadts. Im Norden grenzt der Stadtbezirk direkt an die Gemeinde Gaimersheim. Durch die nahtlose Bebauung ist hier die Grenze zum Nachbarlandkreis Eichstätt nur durch die Ortschilder zu erkennen. Im Westen trifft der „Kleinste“ auf den „Größten“ – den Stadtbezirk West, im Süden trennt die Schutter den Stadtteil zum Stadtbezirk Mitte ab und im Osten ist der Stadtbezirk Nordwest sein Nachbar. Friedrichshofen-Hollerstauden ist in drei Unterbezirke unterteilt – Friedrichshofen, Hollerstauden und Gaimersheimer Heide. Die Unterbezirke Friedrichshofen und Hollerstauden wurden 1969 -also bereits vor der Gebietsreform von 1972 - eingemeindet. Der Unterbezirk Gaimersheimer Heide war zu diesen Zeitpunkt schon Teil der Stadt. Friedrichshofen wurde nach Regimentsquartiermeister Friedrich August Schultheiß benannt. Dieser gründete 1832 eine
Aktiengesellschaft zur Anlage einer Kolonie, aus der später der Ort Friedrichshofen entstand (Quelle: Vor unserer Haustüre – Ein Spaziergang durch den Stadtteil Alt-Friedrichshofen von Gustav Bernhardt). Über die Hälfte seiner Fläche besteht aus Vegetation. Der Rest ist überwiegend Siedlungsfläche (knapp 40%). Mit dem Klinikum Ingolstadt, das 1982 eröffnet wurde, ist hier der zweitgrößte Arbeitgeber Ingolstadts beheimatet. Hollerstauden dagegen besteht zum Großteil aus Wohnbebauung. In den 1990er und 2000er Jahren wurde im Norden des Unterbezirks neuer Wohnraum für die stetig wachsende Bevölkerung geschaffen. Der südliche Teil Hollerstaudens ist älter. Hier – westlich des Haslang-Parks - stehen überwiegend Einzel- und Doppelhäuser aus den siebziger und achtziger Jahren. Der Einzelhandel und die Landwirtschaft prägen den Unterbezirk Gaimersheimer Heide. Entlang der Friedrichshofener Straße und der Straße am Westpark laden zahlreiche Geschäfte zum Einkaufen ein. Nördlich des Gewerbegebiets liegen überwiegend landwirtschaftliche Flächen, die im Osten an den Piuspark anschließen.
Zum Ende des Jahres 2023 waren im Stadtbezirk Friedrichshofen-Hollerstauden 10 771 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Während bis zum Jahr 2021 die Geburtenzahlen stiegen, sinkt seit dem Jahr 2022 die Zahl der Geburten. Die Sterbefälle dagegen steigen dagegen an. Im Jahr 2023 lag der natürliche Saldo in diesem Teil der Stadt mit einem Wert von -27 im negativen Bereich, da nur 103 Geburten 130 Sterbefällen gegenüberstanden.
Durch Umzüge innerhalb des Stadtgebiets gewann Friedrichshofen-Hollerstauden 60 Personen hinzu (Umzugssaldo), da nur 534 Personen in andere Stadtbezirke verzogen und 594 Personen aus anderen Teilen der Stadt ihren Wohnsitz hierher verlegten. Durch Umzüge über die Stadtgrenze hinaus verlor der Stadtbezirk allerdings 16 Personen (Zuzugs-Wegzugs-Saldo). 718 Friedrichshofener verließen die Stadtgrenze und nur 702 kamen von außerhalb dazu. Somit ergibt sich ein Wanderungssaldo von + 44 (Umzugssaldo + Zuzugs-Wegzugs-Saldo) für das Jahr 2023. Wanderungssaldo (+44) und der natürliche Saldo (-27) ergeben somit ein Plus von 17 Personen zum Vorjahr (Einwohnersaldo).
Die Gruppe der 25 bis unter 45-Jährigen ist im Stadtbezirk Friedrichshofen-Hollerstauden mit 34 % am stärksten vertreten. Nur der Stadtbezirk Mitte hat einen höheren Anteil in dieser Altersgruppe. Der Anteil der Personen über 65 Jahre liegt mit 19 % leicht über den Stadtdurchschnitt von 18%. Die Gruppen der 15 bis unter 25-Jährigen mit 9% (Stadt: 11 %) und die Gruppe der 45 bis unter 65-Jährigen mit 24 % (Stadt: 26%) liegen mit je 2 Prozentpunkten unter dem städtischen Mittelwerten. Kinder bis unter 15 Jahren bilden dagegen das Bild der Gesamtstadt ab.
Seit der Eingemeindung im Jahre 1969 hat sich der Stadtbezirk Friedrichshofen-Hollerstauden stetig entwickelt. Die Transformation von der Kolonie zu einem wichtigen Bestandteil der Stadt ist erfolgreich gelungen. Der kleinste Stadtbezirk kann seinen Bewohnern alles bieten was man zum Leben braucht -von der Wohnung über die Arbeit bis hin zum Konsum, und kommt damit ganz groß raus.





