Unsere Stadtbezirke Teil X - Süd
Dieser Bericht gibt einen kurzen statistischen Einblick in den Stadtbezirk 10 - Süd.
Modern leben mit Brauchtum und Tradition
Zwischen der Donau, den Stadtbezirken Südwest und Münchener Straße im Norden sowie den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm im Süden liegt der Stadtbezirk Süd. Mit einer Fläche von rund 2 556 Hektar nimmt er gut ein Fünftel der Gesamtfläche Ingolstadts ein und ist somit der zweitgrößte Stadtbezirk. Mitten durch den Stadtteil fließt die Sandrach. Sie bildet nicht nur eine natürliche Grenze zwischen den früheren Gemeinden Brunnenreuth und Zuchering, sondern ist auch die Grenze zwischen dem Bistümern Eichstätt und Augsburg. Über 7 km² sind mit Wald bedeckt. Damit hat Süd die größte Waldfläche aller Stadtbezirke. Gut Dreiviertel dieser Fläche entfallen auf den Unterbezirk Stangletten mit seinem Auwald. Danach folgt der Unterbezirk Zuchering Nord mit dem beliebten Naherholungsgebiet Zucheringer Forst. Dieser bildet sozusagen das „grüne Herz“ des Stadtteils. In den anderen 7 Unterbezirken überwiegen die landwirtschaftlichen Flächen. Somit hat der Stadtbezirk Süd insgesamt 9 Unterbezirke. Das ist die höchste Anzahl im gesamten Stadtgebiet. Während Stangletten unbewohnt ist, leben in Unterbrunnenreuth rund 2 120 Einwohnern auf einer Fläche von weniger als einem km². Spitalhof ist mit ca. 63 Hektar der kleinste Unterbezirk. Hier steht mit der Martinskirche die zweitälteste evangelische Kirche der Stadt. Oberbrunnenreuth hat mit 5,1 Hektar die kleinste Verkehrsfläche. Das Gewerbegebiet Weiherfeld trägt dazu bei, dass Zuchering Süd mit knapp 30 Hektar der Spitzenreiter des Stadtbezirks bei der Industrie- und Gewerbefläche ist. Und auch bei der Einwohnerzahl nimmt Zuchering Süd den ersten Platz im Stadtbezirk ein (Stand 2023: 3 198). Winden ist der südlichste Ortsteil Ingolstadts mit nur 112 Einwohnern (Stand 2023). Hagau zeichnet sich durch die weitläufigen Felder und Pferdekoppeln aus und in Seehof lädt der idyllisch gelegene Kempesee zum Verweilen ein. Trotz ihrer Unterschiede verbinden die Unterbezirke vor allem eins: ihre Liebe zur Tradition und zum Brauchtum. Das merkt man vor Allem an den zahlreichen Vereinen, die aktiv und authentisch das Leben nicht nur in diesem Teil der Stadt gestalten.
Im Stadtbezirk Süd waren zum 31.12.2023 laut Melderegister 9 499 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. In den letzten 5 Jahren nahm die Anzahl der Geburten ständig ab, während die Zahl der Sterbefälle anstieg. Mit 69 Geburten gegenüber 68 Sterbefällen lag der natürliche Saldo im Jahr 2023 mit einem Wert von +1 knapp im positiven Bereich.
Im Jahr 2023 gewann der Bezirk Süd durch Umzüge innerhalb des Stadtgebiets 7 Personen dazu, weil 340 Menschen den Stadtteil verließen und 347 aus anderen Stadtteilen hierher umzogen. Von außerhalb kamen 511 neue Einwohner in den Bezirk und nur 449 verließen Süd über die Stadtgrenze hinaus. Somit war auch hier der Saldo (Zuzugs-Wegzugs-Saldo) im Jahr 2023 mit 62 im Plus. Für das Jahr ergibt sich daraus ein Wanderungssaldo von +69. Rechnet man dazu nach den natürlichen Saldo von +1 dazu ergibt sich für das Jahr 2023 ein Einwohnersaldo von +70.
Der Anteil der geburtenstarken Jahrgänge der 60iger und 70iger Jahre (Altersgruppe 45 bis unter 65) beträgt im Stadtbezirk Süd 31 %. Er liegt damit 5 Prozentpunkte über den Stadtdurchschnitt von 26 %. Die Altersgruppe der 25 bis unter 45-Jährigen dagegen ist mit 26 % unterdurchschnittlich vertreten (Stadt 31%). In den letzten Jahren ist der Anteil der Kinder im Alter von 0 bis unter 15 Jahren stetig gestiegen. Dies ist ein deutliches Zeichen für einen kinder- und familienfreundlichen Stadtbezirk.
Die Mischung aus Stadt- und Landleben zieht Menschen in diesen Teil der Stadt. Modern leben und trotzdem Tradition und Brauchtum pflegen, muss sich nicht ausschließen. Der Stadtbezirk Süd ist hierfür das beste Beispiel.





