Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Analyse der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie des Pendleraufkommens in Ingolstadt im Juni 2024
102 885 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in der Stadt Ingolstadt
Auf den ersten Blick zeigt sich die Beschäftigten-Statistik am Arbeitsort Ingolstadt relativ stabil gegenüber dem Vorjahr. Im Juni 2024 hatten 102 885 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in der Stadt Ingolstadt, das ist ein Minus von 597 Personen im Vergleich zum Juni 2023.
Das Arbeitsvolumen (insgesamt geleistete Arbeitsstunden) ist aber seit einigen Jahren rückläufig, da die Zahl der Vollzeitstellen abgenommen hat (- 7 869 seit 2018). Bei Teilzeit-Beschäftigten ergibt sich dagegen ein Plus von 3 696 seit dem Jahr 2018.
Auch die Zahl der weiblichen Beschäftigten hat zugenommen (+836 seit 2018), bei Männern gab es im gleichen Zeitraum einen Beschäftigungsrückgang um gut 5 000 Personen.
Knapp die Hälfte der weiblichen Beschäftigten arbeitet in Teilzeit, bei Männern liegt der Anteil bei unter zehn Prozent.
Wie schon in den Vorjahren gab es einen Anstieg bei ausländischen Beschäftigten (auf jetzt 16 324; +2 193 seit 2018).
Auch die Zahl der Beschäftigten im Alter von mindestens 55 Jahren bis zum Renteneintrittsalter nahm weiter zu auf jetzt 19 105.
Anders als bei der Statistik für den Arbeitsort Ingolstadt hat die Zahl der Beschäftigten mit Wohnort Ingolstadt (unabhängig vom Ort des Arbeitsplatzes) seit 2018 um fast 3 500 Personen zugenommen auf 65 228 Personen im Juni 2024.
Der Pendlersaldo (= Differenz aus Einpendlern und Auspendlern) verringerte sich dadurch auf +37 657.
Mehr als ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Wohnort Ingolstadt hat keine deutsche Staatsangehörigkeit (17 891 ausländische Beschäftigte, + 762 zum Vorjahr).
Bei ausländischen Beschäftigten gibt es einen strukturellen Unterschied: Die Zahl der Auspendler ist um gut 1 500 höher als die der Einpendler (der Pendlersaldo ist also negativ).
Die wichtigsten Arbeitsorte für Auspendler aus Ingolstadt sind Manching, Gaimersheim und die Stadt München.
Insgesamt gibt es am Arbeitsort Ingolstadt rund 125 000 Erwerbstätige, wenn man die 5 200 Beamten und rund 10 000 Selbständigen sowie die gut 7 000 ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten mit einbezieht.
| Wirtschaftsbereich | Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte |
|---|---|
| im Verarbeitenden Gewerbe | 46 700 (+200 zum Vorjahr) |
| im Baugewerbe | 2 700 (-100) |
| im Bereich Logistik und Verkehr | 2 800 (+400) |
| im Handel | 9 100 (-100) |
| im Bereich Gesundheit, Heime und Soziales | 11 500 (+300) |
| im Bereich Erziehung und Unterricht | 2 600 (+100) |
| im Gastgewerbe | 2 000 (unverändert) |
| bei “Information und Kommunikation” | 5 600 (-100) |
Bei Zeitarbeitsfirmen waren zur Jahresmitte gut 2 100 Arbeitnehmer/innen angestellt (-550 zum Vorjahr), gegenüber dem Jahr 2018 ist das ein Rückgang von zwei Dritteln (-4 367)
Im Dienstleistungsbereich gab es Mitte letzten Jahres insgesamt rund 53 200 Beschäftigte.
Im Produzierenden Gewerbe (dazu zählt vor allem das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe) waren insgesamt gut 49 500 Arbeitnehmer/innen angestellt.
Der Pendlersaldo ergibt sich als Differenz von Einpendlern und Auspendlern. Den gleichen Saldo erhält man aus der Differenz von Beschäftigten mit Arbeitsort Ingolstadt (inclusive Einpendlern) abzüglich der Beschäftigten mit Wohnort Ingolstadt (inclusive Auspendlern).
Für rund 41 000 Personen ist der Wohnort Stadt Ingolstadt zugleich der Arbeitsort.



