Gender Pay Gap 2019
Ein kurzer Einblick in den „Gender pay gap“ im Vergleich der bayerischen Großstädte.
“Gender Pay Gap”
„Der unbereinigte Gender Pay Gap vergleicht allgemein den Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Mithilfe des unbereinigten Gender Pay Gap wird auch der Teil des Verdienstunterschieds erfasst, der beispielsweise durch schlechtere Zugangschancen von Frauen zu unterschiedlichen Berufen oder Karrierestufen verursacht wird. Dagegen misst der bereinigte Gender Pay Gap den Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien. Strukturbedingte Faktoren sind hier also weitgehend herausgerechnet.
Frauen haben im Jahr 2019 in Deutschland durchschnittlich 19 % (Vorjahr 20%) weniger verdient als Männer. Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst der Männer lag 2018 mit 21,70 Euro um 4,37 Euro höher als der für Frauen (17,33 Euro). Die Analyse zu ursächlichen Faktoren dieses Verdienstunterschiedes zeigt, dass 3,09 Euro strukturbedingt sind. Dies lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass Frauen häufiger in Branchen und Berufen arbeiten, in denen schlechter bezahlt wird.“ (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Am Arbeitsort Ingolstadt liegt der mittlere monatliche Bruttoverdienst in Vollzeit bei Frauen um fast 2000 Euro niedriger als bei Männern.
Der so errechnete unbereinigte „gender pay gap“, der auch strukturelle Unterschiede in den Beschäftigungsverhältnissen enthält, liegt in Ingolstadt bei 36% (Vorjahr 37%), in Erlangen bei 29% und in der Stadt München bei 22%.
