Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
Auswertung zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach ausgewählten Merkmalen.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2010 bis 2014
Im Zeitraum Juni 2010 bis Juni 2014 hat die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Ingolstadt um fast 14 000 Personen zugenommen. Besonders stark war der Anstieg bei den Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit (+4 051 bzw. +70,9%) und bei den Beschäftigten mit Hochschulabschluss (+6 557 bzw. +61,1%). Letzterer Anstieg ergab sich z.T. auch aus der besseren Zuordnung der Daten nach der Revision der Beschäftigtenstatistik durch die Bundesagentur für Arbeit. Treibende Kraft ist aber vor allem die Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften. Darüber hinaus spielen die Ingolstädter Hochschulen auch als Arbeitgeber eine wichtige Rolle.
Von den 95 188 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war Mitte 2014 gut die Hälfte (48 500) im Produzierenden Gewerbe beschäftigt, darunter 2 151 im Baugewerbe. Im Bereich des Produzierenden Gewerbes dominiert aber das Verarbeitende Gewerbe, allein im Ingolstädter AUD-Werk gab es Mitte 2014 rund 36 500 Beschäftigte.
Einen überdurchschnittlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete auch der Bereich Logistik (+277 auf 2 245 Beschäftigte) und das Gastgewerbe (+ 182 auf 2002 Beschäftigte).
Angetrieben vom Ausbau der Kindertagesstätten gab es auch Zuwächse in den Bereichen „Erziehung und Unterricht“ auf insgesamt 1 952 Beschäftigte. Im Gesundheitswesen waren 5 359 Arbeitskräfte beschäftigt (+150).
Insgesamt 5 790 Arbeitnehmer/-innen waren bei Ingolstädter Zeitarbeitsfirmen angestellt. Hier gab es im Vergleich zum Jahr 2013 nur einen leichten Anstieg (+ 142 Beschäftigte).
Neben den gut 95 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten übten 9 110 Personen ausschließlich eine geringfügige Beschäftigung aus. Zusammen mit den ca. 8 000 Selbständigen und 4 500 Beamten (mit Richtern und Soldaten) gab es Mitte 2014 am Arbeitsort Ingolstadt fast 117 000 Erwerbstätige.
Unter den 95 188 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren 57 481 Einpendler aus anderen Gemeinden. Die meisten Einpendler kommen aus den Umlandgemeinden des Landkreises Eichstätt.
Betrachtet man die Beschäftigtenstatistik aus der Perspektive des Wohnortes, so gab es im Juni 2014 genau 54 771 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort Ingolstadt (+ 1 243 gegenüber dem Vorjahr). Darunter waren 17 328 Beschäftigte, die zu ihrem Arbeitsplatz außerhalb der Stadt pendelten.
Für rund 37 500 beschäftigte Ingolstädterinnen und Ingolstädter war der Wohnort zugleich der Arbeitsort. Der Pendlersaldo (=Einpendler/Auspendler-Bilanz) der Stadt Ingolstadt lag bei gut + 40 000.
Den intensivsten Austausch von Beschäftigten gab es zwischen Ingolstadt und dem Markt Gaimersheim. Dort waren insgesamt 9 065 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter 8 183 Einpendler aus anderen Gemeinden. Auf der anderen Seite pendelten 4 133 Beschäftigte aus Gaimersheim in andere Gemeinden aus. Der Pendlersaldo lag in Gaimersheim bei + 4 050.



